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Das Jahr 2020 startete für mich an meinem „alten Hausgewässer“ ….

Lange war ich nicht mehr hier gewesen, viele Dinge haben sich über die Jahre geändert. Alte Fische sind verstorben, neue besetzt worden. Die Struktur es Gewässers hatte sich durch den ständigen Eintrag  von Sediment durch den Bacheinlauf verändert. Kraut ist gewachsen, neue Rückzugsgebiete für die Fische sind entstanden. Alte Erinnerungen kamen in mir hoch, kurz gesagt ich hatte Mega Bock hier die nächsten Wochen an zu greifen. Mitte Februar begann ich mir einen Platz nahe der Straße auf zu bauen. Mit wenigem aber hoch qualitativem Futter präparierte ich mir meine ausgewählte Stelle. Für mein Vorhaben suchte ich mir den Rapid Excellent Carp Goulash aus, ein Boilie der sehr gut in kaltem Wasser arbeitet und durch seine Zusammensetzung eine unglaubliche Anziehungskraft auf Karpfen hat.
Ich wählte meinen Spot so aus das ich in wenigen Minuten im Spiel war denn bedingt durch meine Arbeit komme ich meist sehr spät am See an. Der Wind drückte schon einige Tage auf dasselbe Ufer als Sturmtief Emma mit aller Gewalt aus Süd Westen warme Luft zu uns brachte. Der Sturm drückte genau auf das Ufer wo sich mein kleiner Futterplatz befand. Als ich spät abends am See ankam machte ich die Ruten klar und das warten konnte beginnen. Die ganze Nacht tat sich nichts, bis mich um 5:30 plötzlich einzelne Töne von meinem Bissanzeiger aus dem schlaf rissen. Nach dem Anhieb dachte ich zurrest an eine Brasse. Der gehakte Fisch verhielt sich plötzlich sehr hektisch im Drill. Nur wenige Meter fischte ich vom Ufer entfernt und drillte den Fisch unter der Rutenspitze. Die 11ft Spotter X mit 2,75 lb federte die wilden Kopfschläge super weich ab und ich konnte den Fisch langsam ermüden.
Als der Fisch zum ersten mal kurz unter der Oberfläche auftauchte konnte ich es kaum fassen. Ein roter Koi zeigte mir seine wunderschöne Seitenflanke. Schnell griff ich zum Kescher und landete dieses Prachtexemplar. So kann das Jahr gerne weitergehen dachte ich mir …

 

Zielfisch 2019:

Durch einen Wohnungswechsel bot sich mir 2019 die Möglichkeit einen nahegelegenen Baggersee zu befischen. Nach einigen Recherchen über dieses Gewässer fand ich heraus dass es nicht viele Karpfen dort gibt, einige davon allerdings Koi Karpfen wären. Nachdem ich die passende Lizenz in der Tasche hatte konnte es Anfang Januar endlich los gehen. Beim ersten Besuch mit der Marker Rute lernte ich einen Karpfen Angler kennen, Er zeigte mir auf seinem Handy Fische aus dem Gewässer, wunderschöne Charakter Fische und unglaubliche Koi Karpfen. Einer dieser Kois viel mir besonders ins Auge, ein wahnsinniger Fisch mit einer Färbung die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Leider wollte er mir kein  Bild von diesem Fisch geben aus Angst, dass ich es verbreiten würde und so spukte dieser Koi in meinem Kopf herum, immer wieder musste ich an Ihn und seine wunderschöne Färbung denken. Dieser Fisch sollte mein Zielfisch 2019 werden. Da der zum angeln freigegebene Bereich dieses Gewässers im Verhältnis zum See sehr klein ist, hatte ich schnell einige Spots ausfindig gemacht.
Doch die Sache wollte nicht wirklich anlaufen, blank nach blank kassierte ich ein und versuchte herauszufinden an was der Misserfolg liegen könnte. Mit der Unterwasser Kamera konnte ich ein hohes Krebs aufkommen feststellen. Unzählige Signalkrebse bevölkerten meinen Spot der schon ein paar Wochen unter Futter stand. Wahre Riesen bis 18 cm waren dabei die auch teilweise am Haken hingen oder meinen Snag Leader beschädigten. Eine Lösung musste her und da es mittlerweile schon Anfang März war, erhöhte ich meine Futtermenge die aus einer Mischung von Rapid Turbo Pellets und Rapid Easy Catch Garlic & Chilli bestand. Somit erhoffte ich mir das auch noch etwas für die Karpfen übrig bleiben sollte, doch es half alles nichts, ab und an konnte ich eine Monsterbrasse haken….toll.

Mittlerweile hatte ich gute 40 Nächte blank eingefahren und zu allem übel den ersten gehakten Karpfen in einem Muschel übersäten Ast verloren.
Ein herber Rückschlag. Jedoch hat mich jeder blank noch heißer gemacht und ich verlor keinen Gedanken daran meinen Ziel  Fisch auf zu geben. Doch wie lange sollte das dauern, ein 30 Hektar Gewässer, der gesamte Bestand bestehend aus 30 Karpfen, Brassen ohne Ende, Krebse und ein eingengter Angelbereich. Aber ich wollte diesen Fisch, unbedingt und mit aller Gewalt.

Das Blatt begann sich zu wenden als ich eines Sonntags mit meiner Muse um den See joggte. Als ich an einer bewachsenen Ufer Seite entlang lief vielen mir sofort die farbigen Flecken unter der Wasseroberfläche auf. Da waren Sie in allen nur erdenklichen Farben. Eine ganze Schule unterschiedlicher Kois sonnte sich in diesem Bereich und zogen gemächlich Ihre Bahnen.
Weiter draußen erahnte ich durch die Farben meinen Zielfisch. Schnell rief ich meine Muse herbei, die  langsam ans Ufer gelaufen kam. Sie trug ein sehr auffälliges knall pinkenes Laufshirt. Dann geschah das unglaubliche. Mein Zielfisch schwamm ca. 30 m parallel zum Ufer und machte plötzlich eine Richtungsänderung genau auf uns beide zu. Er kam bis 2m ans Ufer und sah uns genau an, dann drehte er ab und verschwand in den blauen Tiefen des Baggersees. Mir stockte der Atem, in dem glas klarem Wasser sah er noch besser aus als auf den Bildern die ich gesehen hatte. Erst ein paar Stunden später schlussfolgerte ich das der Fisch das pinkene Laufshirt meiner Muse gesehen haben muss und neugierig wie er war auf uns zu geschwommen kam.

Mit diesem Wissen änderte ich meine Taktik, ich fütterte von nun an einen großen Futterplatz mit auffälligerem Futter dazu wählte ich  Mivardi Rapid Easy Catch – English Strawberry und verwendete als Hakenköder grelle Hookbaits die aus  Rapid Easy Catch – Pineapple +N.BA. mit einem pinknen Maiskorn on Top bestanden. Um mir die Krebse vom Hals zu halten fütterte ich neben meinem eigentlichen Futterplatz  einen anderen  Platz mit Fisch Pellets. Ich erhoffte mir das die Krebse dort fressen würden und die Karpfen auf dem eigentlichen Futterplatz.

Nach ein paar Tagen kontrollierte ich die ganze Sache mit Flossen und Taucherbrille, und tatsächlich, die Krebse saßen auf den Pellets und ließen die Boilies in Ruhe. Endlich stellten sich die erhofften Bisse ein  und ich konnte in den darauf folgenden Wochen 4 Fische landen, darunter auch ein Koi, doch leider nicht mein Zielfisch. Einige Wochen später  saß ich wieder  ein ganzes Wochenende an meinem Sport. Am Sonntagabend, ich wollte gerade zusammen packen rief mein Geschäftspartner an und sagte mir dass wir Montag nichts auf der Baustelle machen könnten. Die Entscheidung viel mir leicht und ich beschloss eine weitere Nacht am Gewässer zu verbringen. Der nächste Morgen brach an und ich hatte wieder keine Aktion zu verzeichnen. Ich drehte die erste Rute herein und verstaute sie in meinem Rod Holdall als wie aus dem nichts meine rechte Rutte abpfiff. Es war komplett neblig und ich konnte kaum die Hand vor Augen sehen. Der Fisch kämpfte nicht sehr stark und ich tippte auf einen kleinen Karpfen.  Doch dann kam der Moment als ich sein Farbenspiel an der Oberfläche sah….sein Farbenspiel.

Es war mein Zielfisch.

Sofort lockerte ich die Bremse um dem Fisch mehr spiel zu geben, ich griff nach dem Kescher der seitlich neben mir an einem Baum anlehnte und lief dem Fisch ins brusthohe Wasser entgegen. Meine Beine zitterten im Wasser, ich konnte nicht glauben das ich meinen Zielfisch 10 m vor mir an der Leine habe. Jetzt bloß keinen Fehler machen dachte ich mir, während der Fisch wild kämpfend flucht nach flucht hinlegte. Ich war super aufgeregt und wie in Trance, alles spielte sich wie ein Film vor mir ab. Langsam bekam ich die Kontrolleüber die Situation und konnte Meter für Meter Schnurr gewinnen.
Dann hatte ich Ihn endlich in Reichweite meines Keschers, nur nicht zu viel Druck ausüben, schoss es mir durch den Kopf. Dann war es soweit, der Fisch zeigte Flanke und ich konnte Ihn über den Kescher in Netz ziehen. Ich hatte Ihn…. Einer der intensivsten Momente meiner Anglerlaufbahn, ich schrie die ganzen letzten beschwerlichen Monate und alle blanks die ich eingefahren hatte aus mir heraus. Überglücklich und von meinen Gefühlen überwältigt hob ich meinen Zielfisch aus dem Wasser und begutachtete Ihn auf der Abhakmatte. Eine tiefe Zufriedenheit machte sich in mir breit, endlich hatte ich mein Ziel erreicht. Schnell war einer meiner Freunde zur Stelle um den Fisch ab zu lichten, vielen Dank an dieser Stelle Max.

​Verliert nie Euer Ziel aus den Augen und lasst Euch nicht entmudigen beim ausharren.

Gruß, Dominik Weber

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